Ist Homöopathie bei Heuschnupfen geeignet?

Mit Beginn eines neuen Jahres, wenn der Frühling kommt, leiden viele Deutsche an Heuschnupfen (medizinisch: allergische Rhinitis oder Pollinose) – Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind betroffen.

Typische Symptome: Niesen, Fließschnupfen, Augenjucken. Aber was ist Heuschnupfen konkret und ist die Homöopathie für eine Behandlung geeignet?

Heuschnupfen ist allgemein gesagt eine Überreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe. In der Regel werden durch Partikel aus der Luft – bei Heuschnupfen sind das Pollen von Pflanzen – die Beschwerden ausgelöst. Es folgt eine allergisch bedingte Entzündung der Schleimhaut der Nase und der Augen.

Es handelt sich um eine Allergie vom Soforttyp (Typ I). Ursache ist die Sensibilisierung gegenüber einem oder mehreren Allergenen wie etwa Pollen oder Hausstaubmilben.

Was sind die typischen Symptome bei Heuschnupfen?

  • Tränende, geschwollene Lider und juckende Augen bis hin zur Bindehautentzündung, gerötete Augen
  • Naselaufen, verstopfte Nase, gereizte, juckende Nase, behinderte Nasenatmung, Niesattacken, Schwellung der Nasenschleimhaut
  • Brennen oder Jucken am Gaumen und im Rachen, kratzendes Gefühl im Hals
  • Hustenreiz, in schweren Fällen asthmatische Anfälle und/oder Atemnot
  • Schlafstörungen oder Schlafprobleme durch nächtliche Symptome

Wie kann die Homöopathie bei allergischem Schnupfen, tränende Augen oder ständige Niesattacken hilfreich sein?

Denkbar sind bei Heuschnupfen zwei homöopathische Behandlungsansätze:

Die Behandlung von akuten allergischen Beschwerden während der Pollensaison, in der Zeit, in der die Symptome gerade akut bestehen oder eine Behandlung der chronischen Allergie nach den Regeln der Klassischen Homöopathie. Beide Behandlungen können auch bei Bedarf kombiniert werden.

Eine ausschließlich akute homöopathische Behandlung des Heuschnupfens erfolgt mit homöopathischen Globuli ähnlich wie in der Schulmedizin, in dem Symptome unterdrückt werden. Damit ist eine Besserung des Befindens möglich. Auf lange Sicht reicht das nicht aus, sondern vielmehr sollte die chronische Erkrankung klassisch homöopathisch behandelt werden. Klassisch arbeitende Homöopathen – so wie ich auch – werden diesen Weg empfehlen und eine chronische Behandlung angehen.

Um die passenden homöopathischen Globuli zu bestimmen, sucht der Homöopath nach auffälligen individuellen Symptomen. In der homöopathischen Behandlung bzw. Anamnesegespräch sind dann beispielsweise folgende Fragen denkbar:

Ist die Absonderung aus der Nase scharf – also reizt er die Haut – oder mild? Ist die Nase verstopft oder fließt es? Welche Farbe hat der Schnupfen? Zu welcher Tageszeit sind die Beschwerden am schlimmsten? Ist nur die Nase betroffen oder auch die Augen? Jucken die Augen oder ist es eher ein Brennen?  Was verschafft Linderung? Wie ist die Stimmung?

Anhand der vielen Informationen kann das passende homöopathische Mittel gegen Heuschnupfen ausgewählt und der Heuschnupfen homöopathisch behandelt werden.

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