Darmaufbau

Weshalb Du Deine Darmflora für ein besseres Immunsystem aufbauen solltest

Unsere Darmflora besteht aus Billionen von Mikroorganismen. Diese Darmbakterien sollten in einem optimalen Milieu leben. 

Das kannst Du Dir wie eine Party vorstellen. Sind die richtigen bzw. guten Leute auf der Party, dann wird die Party ein Highlight. Sind auf der Party hauptsächlich Streitlustige, dann kannst Du dir sicherlich vorstellen, dass die Party entsprechend anders enden könnte.

Und genauso ist es auch mit den Darmbakterien. Das Verhältnis von guten und schlechten Bakterien muss stimmen, damit es im Darm eine gute Party ohne nennenswerte Vorkommnisse wird.

Aber stimmt das Verhältnis der Bakterienarten zueinander nicht, dann reagiert der Körper entsprechend mit Symptomen. Symptome können Durchfall, Verstopfung oder Magenschmerzen sein.

Aber nicht nur das: Der Darm ist auch eine Organ mit wichtigen Angaben rund um unser Immunsystem. Das Thema Darmsanierung und Aufbau der Darmflora haben deshalb in den letzten Jahren immer mehr an Relevanz gewonnen.

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Inhalt

  1. Wann solltest Du an einen Darmaufbau denken?
  2. Darm und Immunsystem
  3. Wie kann ich mit einem Darmaufbau starten?
  4. Macht es Sinn, die Darmflora durch eine Stuhlanalyse zu beurteilen?

Wann solltest Du an einen Darmaufbau denken?

Ein gezielter Darmaufbau ist dann sinnvoll, wenn die Darmflora nicht im Gleichgewicht ist. Es gibt unterschiedliche Erkrankungen, die darauf hindeuten, dass die bakterielle Lebensgemeinschaft im Darm nicht mehr in Harmonie lebt. Denn durch eine Schieflage der Darmbakterien breiten sich unerwünschte Bakterienarten aus und verdrängen dadurch nützliche Bakterienarten. 

Das kann zum Beispiel durch eine vorangegangene Antibiotikabehandlung oder auch eine Chemotherapie passieren. Auch bei einem längerfristig eingenommenen Medikament kann die gesunde Darmflora reagieren.

Eine falsche Ernährung, Stress oder auch ein Schlafmangel lässt den Körper ebenso anfälliger werden und es kann eine Dysbalance im Darm entstehen.

Ein Ungleichgewicht im Darm kann zu unterschiedlichen Erkrankungen führen:

        • Allergien wie Heuschnupfen
        • Allergisches Asthma
        • Neurodermitis
        • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
        • Darmentzündungen
        • Hormonelle Probleme
        • Stimmungsschwankungen, Ängste, Depressionen
        • Autoimmunerkrankungen, wie Multiple Sklerose

Oft ist die veränderte Darmflora eine Verkettung von mehreren Aspekten. Denn, wenn die Darmflora durch diverse Ursachen nicht mehr im Gleichgewicht ist, dann können dadurch auch Folgeerkrankungen wie Pilzinfektionen auftreten.

Darm und Immunsystem

Im Darm sind etwa 70 bis 80 Prozent unserer Immunabwehr beherbergt. Für ein starkes Immunsystem ist deshalb auch ein gut aufgestelltes Darmmikrobiom erforderlich. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Darmflora einen Einfluss auf unserer physische und psychische Gesundheit hat. 

Wie kann ich mit einem Darmaufbau starten?

Diese Frage lässt sich leider nicht pauschal mit einem kurzen präzisen Wegweiser beantworten. Denn es kommt drauf an! Zum Beispiel, wie die Ausgangslage ist. Also wie Deine bisherige Ernährungsweise ist.

Oder es kommt drauf an, ob und welche Beschwerden Du hast. Es kann deshalb auch sinnvoll sein, eine Mikrobiom-Analyse zu beauftragen. Du erhältst dadurch wertvolle Informationen darüber, wie der Zustand der Darmschleimhaut und auch des Mikrobioms ist. Jeder hat einen anderen Startpunkt und deshalb wird der Weg des Darmaufbaus sicherlich sehr unterschiedlich für jeden Einzelnen sein. 

Ganz allgemein und recht pauschal lassen sich jedoch ein paar Grundregeln festlegen. Denn unser Darm liebt ein gewissen Standard:

        • eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse
        • eine Ernährung mit wenig industriellen Produkten
        • Wenig industriell verarbeiteten Zucker
        • täglich ausreichend Flüssigkeit
        • Sport bzw. eine regelmäßige Bewegung

Wenn Du diese Regeln dauerhaft beibehalten kannst, bist Du bezüglich eines nachhaltigen Darmaufbaus bereits gut aufgestellt. Neben dem Darm stärkst Du dadurch gleichzeitig auch Dein Immunsystem.

Macht es Sinn, die Darmflora durch eine Stuhlanalyse zu beurteilen?

Eine Analyse des Stuhls und des Mikrobioms kann interessant für die Menschen sein, die häufig unter Blähungen, Verstopfung oder Durchfall leiden. Auch wer häufig unter Stress leidet, Antibiotika kürzlich eingenommen hat, Allergien wie Heuschnupfen hat oder unter einer starken Infektanfälligkeit leidet, kann eine Mikrobiom-Analyse in Betracht ziehen. Gibt es Entzündungen im Darm oder besteht ein leaky gut, also ein löchriger Darm? Eine Analyse kann mit den entsprechenden Parametern Auskunft darüber geben. Eine Mikrobiom-Analyse kann auch sinnvolle Informationen darüber geben, ob und inwieweit eine Dysbalance im Darm besteht und wie letztlich der Fokus beim Darmaufbau gelegt werden sollte. 

Weitere Informationen und Unterstützung zur Mikrobiom-Analyse erhältst Du hier: